Gestern war ich mit dem Lange mal wieder essen. Die Entscheidung viel diesmal aufs Gildeshaus, dem Restaurant des Van der Falk Hotels.
Gegen 18 Uhr war in der Lokalität noch nicht soviel betrieb. Ein kleiner Platz am Fenster mit Blick auf den historischen Marktplatz sollte unser Quartier für den Abend sein.
Der Chef de rang, ein sehr freundlicher junger Mann aus dem Norden Sachsens reichte uns dann auch umgehend die Speisekarte (ich alter Fuchs hatte bereits im Internet meine Wahl getroffen) und gab seine Empfehlung bzgl. Wein und Speisen die nicht auf der Karte vermerkt waren. Lange und ich nahmen beide einen Merlot (4€ / 02,ml) und eine Flasche San Pellegrino.
Umgehend wurde vom Chef de rang noch ein sehr hübsch angerichtes Amuse-Gueule in Form von zwei Sorten Baguette mit Bärlauch-Quark, Pfeffer-Zitronen Butter und Oliven gereicht.
Mein Entscheidung bzgl. der Nahrung viel auf das 3. Gänge Menü:
- Vorspeise: Gebratene Kalbsleber auf Himmel und Erd
- Hauptspeise: Barberie Entenbrust auf Polenta mit Paprikagemüse
- Dessert: Creme brûlée
Der Lange entschied sich für:
- Vorspeise: Tomatenkraftbrühe
- Hauptspeise: Barberie Entenbrust auf Polenta mit Paprikagemüse
- Dessert: Mousse au Chocolat
Die Vorspeise wurde dann auch relativ schnell serviert. Meine Kalbsleber war sehr dekorativ auf einen Glasteller angerichtet, mit frischem Apfel (meine Allergie verhinderte leider die Verköstigung) und Röstzwiebeln garniert.
Die Tomatenkraftbrühe wurde vom Chef de rang in einer Gusseisernen Kanne vor den Augen vom Lange auf den Teller gegossen.
Fazit Vorspeise: Peferkt, 10 von 10 möglichen Punkten.
Nach ausreichender Zeit um die Vorspeise sacken zu lassen wurde dann auch schon der Hauptgang serviert. Die Entenbrust, die der Lange und ich ja beide hatten, war auf der Polenta drappiert. Über dem Haupteil war das Paprika-Zucchini angeordnet. Die Entenbrust war leicht rose, gut temperiert und die haut kross gebraten. Die Polenta gut gewürzt und das Gemüse bissfest gegart. Mein einziger Kritikpunkt gilt der Soße, die durchaus etwas kräftiger und sämiger, dicklicher hätte sein können. Ansonsten gab es am Hauptgericht auch nix auszusetzen.
Fazit Hauptspeise: Sehr gut, 9 von 10 möglichen Punkten.
Eigentlich bin ich ja kein Fan von Dessert. Aber in guten Restaurants ist das Dessert meist eine Augenweide. Wie auch diesmal. Meine Creme brûlée war auf einen länglichen Teller mittig in einer Form angerichtet, mit einer Kapstachelbeere dekoriert. links davon war eine Kugel Zitroneneis-Sorbet angerichtet und auf der rechten Seite ein Blaubeeren Joghurt Getränk. Das Mousse vom Lange war embenfalls sehr schön mit Erdbeeren dekoriert. Vier verschiedene Mousse (vollmilch, zartbitter, kräftig und weisse Mousse) waren auf einem ebenfalls länglichen Teller mit vier Mulden angerichet. Da ich vom Dessert des Cafe Noah ziemlich verwöhnt bin, kann ich hier leider keine 10 Punkte vergeben. Das Dessert im Noah ist doch noch eine Klasse besser.
Fazit Dessert: Auch sehr gut, aber nur 8 von 10 möglichen Punkten
Fazit Gesamt: Ein sehr sehr gutes Essen zu einem guten Preis (25€ das Menu) in einem schönen Restaurant. Der Chef de rang war sehr höflich und immer zugegen. Der zeitliche Ablauf beim servieren der Gäng war optimal. Das Preis/Leistungsverhältnis mehr als passend.
Warscheinlichkeit der Wiederholung: 100%

